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Wildpflanzen & Heilkräuter

Gebündelte Energie aus der Natur – Deine Tinktur

Janina 24. März 2018
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Du kennst bestimmt das Gefühl, wenn sich eine Grippe ankündigt. Du fühlst dich schlapp, müde und erschlagen und möchtest dir gar nicht ausmalen, was da noch alles auf dich zukommt. Jetzt wäre genau der richtige Zeitpunkt, deinen Körper mit Hilfe von Heilkräutern zu unterstützen. Da ist schnelle und einfache Hilfe gefragt, ohne dass du jetzt auch noch einkaufen oder etwas zusammenbrauen musst. Ich greife in solchen Momenten gerne zu einer Tinktur. 

Eine Kräutertinktur ist etwas ganz Besonderes und äußerst wirkungsvoll! Es handelt sich um einen Auszug aus einem oder mehreren Heilkräutern. Hierbei werden die wertvollen Inhaltsstoffe zum Beispiel mit Hilfe von Alkohol aus den Pflanzen gelöst und konserviert.

Ich verwende sehr gerne Tinkturen, weil ich diese Energiebündel sehr platzsparend in kleinen Tropffläschchen aufbewahren kann. Dadurch habe ich sie immer sofort griffbereit und kann sie schnell und einfach verwenden.

Du kannst Tinkturen in der Apotheke kaufen. Ich setze meine Tinkturen sehr gerne selbst an, weil es viel günstiger, mindestens genauso wirkungsvoll und sehr sehr einfach ist.

Herstellung deiner eigenen Tinktur

Die Herstellung einer Tinktur geht schnell, sehr kostengünstig und wirklich einfach.

Du benötigst:

  • saubere weithalsige Gläser mit Schraubverschluss (z.B. leere Marmeladengläser)
  • Alkohol *
  • Filtertüten (entweder größere Teefiltertüten oder normale Kaffeefiltertüten)
  • dunkle Tropf-Fläschchen (z.B. aus der Apotheke)
  • Kräuter, Blüten, Wurzeln (getrocknet oder frisch aus dem Garten)

* Alkohol mit 38 – 40 % für Kräuter, Blätter, Blüten (zum Beispiel Wodka, Doppelkorn), mit 50 – 70 % für Beeren, mit 70 – 80 % für Wurzeln, mit bis zu 90 % für Harze. Für den Alkoholgehalt gilt „Je fester die Pflanze, umso höher muss der Alkoholgehalt sein“.

Zubereitung:

  • Im Mittelpunkt deiner Tinktur steht natürlich deine Pflanze (z.B. Blüte, Wurzel, Kraut). Wenn es möglich ist, dann kannst du sie selbst sammeln. Bitte sammle nur Pflanzen, die du wirklich kennst und bei denen du dir sicher bist, dass du sie nicht evtl. mit einem giftigen Doppelgänger verwechselst. Falls du dir beim selber sammeln noch nicht so sicher bist, dann kannst du die getrockneten Pflanzenteile gerne kaufen (z.B. im Reformhaus, Biosupermarkt oder in der Apotheke).
    Für die Herstellung deiner Tinktur zerkleinerst du die Pflanzenteile. Bei zarten Blüten (z.B. Holunder) kannst du auf das Zerkleinern verzichten. Bei einer Tinktur aus Blättern oder Wurzeln ist das Zerkleinern der Pflanze sehr sinnvoll, damit sich die Wirkstoffe besser herauslösen. Hier schneide ich gerade eine frisch geschälte Meerrettich-Wurzel für meine Meerrettich-Tinktur:
    Meerrettich schneiden
  • Fülle dein Schraubglas bis knapp zur Hälfte mit deinen Kräutern, Blüten oder Wurzeln.
  • Übergieße es nun mit Alkohol, damit alles davon bedeckt ist. Bitte fülle dein Glas nicht ganz mit dem Alkohol, damit du den Inhalt später noch gut durchschütteln kannst.
    mit Alkohol übergießen
  • Jetzt kannst du dein Glas für 4 Wochen an einen warmen und hellen Ort stellen. Es sollte nicht direkt in der Sonne stehen, damit die wertvollen Inhaltsstoffe erhalten bleiben.
    Am besten schüttelst du das Glas einmal täglich, damit sich die Stoffe besser lösen, alles gleichmäßig mit Alkohol bedeckt ist und sich so kein Schimmel bilden kann.
  • Nach den 4 Wochen kannst du deine Tinktur durch den Tee- oder Kaffeefilter absieben und in die dunklen Tropf-Fläschchen füllen. Am besten beschriftest deine Fläschchen gleich, damit du später noch weißt was drin ist und wann du es hergestellt hast.

Bitte bewahre deine Tinktur an einem kühlen, dunklen Ort auf. Dort ist sie mindestens 1 Jahr, meistens sogar noch viel länger, haltbar.

Verwendung und Anwendung deiner Tinktur

Es gibt sehr viele Verwendung- und Anwendungsmöglichkeiten für deine Tinkturen. Hier erfährst du, wie und wofür du sie verwenden kannst:

  • direkt tröpfchenweise einnehmen
    10 – max. 50 Tropfen | 2 – 3mal täglich
    Du kannst die Tinktur entweder unverdünnt mit einem Plastiklöffel oder verdünnt mit Wasser einnehmen. Beginne bitte mit einer niedrigen Dosis und steigere die Menge falls nötig. Beispiele:
    Schafgarben-Tinktur bei Frauenkrankheiten, Menstruationsbeschwerden, Wechseljahrsbeschwerden, Kreislaufschwäche, Durchblutungsstörungen, Blähungen, Durchfall, Verstopfung, Erkältung, Kopfschmerzen, etc.
    Mädesüß-Tinktur bei (Kopf-)Schmerzen, Migräne, Erkältung, Grippe, Fieber, Magen- und Darmproblemen, etc.
    Meisterwurz-Tinktur bei Husten, Bronchitis, (Reise-)Übelkeit, Blähungen, Erkältung, Grippe, Fieber, Heuschnupfen, Wechseljahrsbeschwerden, Bluthochdruck, etc.
    Baldrian-Tinktur bei Schlafstörungen, Unruhe, Nervosität, Prüfungsangst, Verspannungen, Wechseljahrsbeschwerden, Reizblase, Bluthochdruck, Kopfschmerzen, etc.
  • direkt auf deine Haut auftragen
    Du kannst deine Tinktur auf ein Wattepad oder einen Wattebausch träufeln und damit die Problemstellen abtupfen. Zum Beispiel:
    Ringelblumen-Tinktur bei Pickeln und unreiner Haut, Blutergüssen und Zerrungen, Warzen, Zahnfleischentzündungen, wuchernden Narben
    Melissen-Tinktur bei Insektenstichen, Zahnschmerzen, Lippen-Herpes, Quetschungen.
  • als Umschlag auf deine Haut
    Für einen Umschlag benötigst du ein saugfähiges Tuch oder eine Kompresse.
    Fülle deine Tinktur in eine Schüssel und mische sie im Verhältnis 1:1 mit Wasser. Du benötigst so viel Flüssigkeit, dass du deinen Umschlag damit tränken kannst. Lege deinen Umschlag auf die betroffene Stelle und decke ihn mit einem sauberen Hand- oder Geschirrtuch ab.
    Lasse alles 1,5 bis maximal 2 Stunden einwirken und wiederhole es gerne mehrmals täglich, bis deine Beschwerden abklingen. Zum Beispiel:
    Arnika-Tinktur bei Blutergüssen, Zerrungen, Verstauchungen, Prellungen, Quetschungen, Gelenkentzündungen, etc.
  • bei der Herstellung deiner Naturkosmetik
    Wenn du deine eigene Naturkosmetik herstellst (z.B. eine Körperbutter oder ein Deo), dann kannst du eine Tinktur untermischen, um die positive Wirkung noch zu verstärken. Verwende hierfür von der Tinktur maximal 5 – 10 % des Gesamtgewichts von deiner Naturkosmetik (z.B. 100 g Körperbutter + 5 bis 10 g Tinktur).

Ich hoffe, dass ich dich mit meinem Beitrag neugierig gemacht habe : ) Und vielleicht konnte ich dir damit ganz neue Möglichkeiten eröffnen.
Ich finde es selbst immer wieder beeindruckend, wieviel gebündelte Energie in einer kleinen Tinktur steckt und wie gut ich mir selbst damit helfen kann. Die Natur gibt uns hierfür wirklich unzählige Möglichkeiten.

Schreib mir gerne in den Kommentaren zu diesem Beitrag, welche Tinkturen du verwendest und wofür du sie verwendest. Ich freue mich auch über eine Nachricht, welche Tinktur du gerne in einem meiner nächsten Beiträge sehen möchtest.

Deine Janina Kress

 

In meinem Blog möchte ich dir zeigen, welche Schätze und Möglichkeiten die Natur für uns bereithält. Hierdurch kann und möchte ich keinesfalls die Schulmedizin ersetzen. Für die Anwendung der hier beschriebenen Tinkturen solltest du – insbesondere bei vorhandenen Vorerkrankungen – den Rat deines Arztes einholen, um gesundheitliche Risiken zu vermeiden.
Bitte suche bei gesundheitlichen Beschwerden zuerst den Arzt auf, um schwerwiegende Erkrankungen auszuschließen. Erst nach einer ärztlichen Kontrolle kann eine unterstützende Behandlung der Beschwerden mit Heilpflanzen sinnvoll sein.
Insbesondere bei der Anwendung in der Schwangerschaft, Stillzeit und bei Kindern ist eine erhöhte Vorsicht bei der Verwendung und Dosierung von (Heil-)Pflanzen geboten.
Auch bei natürlichen Substanzen kann es zu Nebenwirkungen und unerwünschten Reaktionen, Unverträglichkeiten und Allergien kommen.

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2 Comments

  1. Heidi 2. April 2018

    Bin wieder mal begeistert von deinem Beitrag, liebe Janina!
    Herzliche Grüße von Heidi

    Antworten
    1. Janina 8. April 2018

      Hallo liebe Heidi!
      Vielen Dank für deine Nachricht. : ) Ich freue mich riesig darüber!!!
      Ganz liebe Grüße!
      Janina

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