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Heilkräuter Wildpflanzen & Heilkräuter

Schlehenmus – Superfood und Immunbooster

Janina 6. Januar 2020
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Die dornigen Schlehenbüsche werden seit tausenden Jahren von Menschen und Tieren geschätzt. Ihre stark verzweigten und dornigen Ästen bieten Schutz vor wilden Tieren und mit ihren zahllosen weißen Blüten ist sie eine der Wichtigsten Futterpflanzen für Insekten, insbesondere für Wildbienen und Schmetterlinge.
Ihre Blüten werden auch als mild wirkendes Abführmittel, Diuretikum, Hustenmittel und zur Blutreinigung in der Frühjahrskur eingesetzt.
Neben all diesen wundervollen Eigenschaften ziehen mich an der Schlehe ihre herben dunkelblauen Früchte ganz besonders an. Sie dienten bereits den Menschen in der Steinzeit als wichtige Energiequelle und rücken als einheimisches Superfood und Immunbooster in der kalten Jahreszeit wieder in den Vordergrund.

Die wundervollen Schlehenfrüchte

Die Früchte der Schlehe stecken voller Gerbstoffe, Vitamin C, Fruchtsäuren, Mineralien und Zucker. Für den Verzehr und die Weiterverarbeitung sind sie erst nach dem ersten Frost geeignet, weil dadurch die Gerbstoffe etwas abgebaut werden und ihr süßlich-herber Geschmack zum Vorschein kommt. Die Gerbstoffe spürt man trotzdem noch deutlich durch ein pelziges, trockenes und zusammenziehendes Gefühl im Mund.

Die Naturheilkunde macht sich insbesondere diese zusammenziehende Wirkung der Gerbstoffe zu Nutze. Die Schlehenfrüchte werden deshalb für Spülungen bei Entzündungen der Schleimhäute im Mund- und Rachenraum eingesetzt.

Verarbeitet man die Früchte der Schlehe zu einem Mus, Gelee oder Saft, so kann man sie zur Kräftigung und Stärkung verwenden. Besonders in der dunklen Jahreszeit und der Erkältungszeit sind unser Körper und Immunsystem auf diese wichtige Unterstützung angewiesen.
Diese Schlehen-Schätze sind auch äußerst hilfreich zur Rekonvaleszenz, um nach einer Erkrankung den Körper wieder zu regenerieren und um wieder zu Kräften zu kommen.
Daneben kannst du das Mus bei Reizungen deines Magen-Darm-Trakts anwenden. Nach den Feiertagen und dem vielen reichlichen Essen und Trinken kann es schon mal vorkommen, dass auch dieser Teil des Körpers ein bisschen mehr Aufmerksamkeit möchte. ; )

Schlehenmus als Immunbooster

Ich schätze und liebe das Schlehenmus als Immunbooster um diese Jahreszeit ganz besonders und esse täglich 1 Teelöffel bis 2 Esslöffel davon. Je nachdem wie ich gerade Lust habe, esse ich es pur oder mische es unter mein Müsli oder in einen Smoothie. Hier sind deiner Fantasie keine Grenzen gesetzt. Und ganz nebenbei pimpst du so dein tägliches Essen mit deinem eigenen einheimischen Superfood auf. Was gibt es denn schöneres?! : )
Schlehe

Schlehenmus – Rezept

1 kg Schlehenfrüchte nach dem ersten Frost sammeln
200 ml Wasser
50 g Kokosblüten- oder Rohrzucker
1 Bio-Zitrone in Scheiben geschnitten
1 Zimtstange (nach Belieben)
kleine Schraubgläschen (bei 150 Grad für 10 Minuten im Backofen sterilisiert)

Die Schlehen waschen und Stiele abzupfen.
Schlehen, Zimtstange, Zucker und Wasser in einen Topf füllen und im geschlossenen Topf für 40 bis 60 Minuten auf niedriger Stufe köcheln.
Sobald sich das Fruchtfleisch der Schlehen vom Kern löst, die Zitronenscheiben dazugeben und kurz mitköcheln lassen.
Zimtstange herausnehmen und alles durch ein Sieb oder die „Flotte Lotte“ passieren.
Das leuchtend pinke und fruchtig duftende Mus anschließend noch einmal kurz unter rühren aufkochen und in die Gläschen füllen.

Viel Freude mit deinem Schlehenmus

Schlehe
Du wirst sehen, dass dir schon die tolle pinke Farbe ein Lächeln ins Gesicht zaubern wird. Durch die Gerbstoffe bekommt das Mus einen ganz besonderen herben Geschmack. Daneben liebe ich sein fruchtiges Aroma, das mich an Sauerkirschen erinnert. Das weckt Kindheitserinnerungen…

Zum Abschluss noch ein lieber Tipp von mir

Für die Schlehenernte zieht man am besten etwas älteres an, da man sich durch die Dornen schnell mal einen Triangel in die Jacke reißen kann…ich spreche da aus Erfahrung. ; )

Deine Janina Kress

 

Bitte beachte, dass ich dir auf meiner Seite Tipps geben möchte, wie du dir selbst helfen kannst. Bitte gehe eigenverantwortlich mit diesen Informationen um und bedenke, dass besonders während einer Schwangerschaft, in der Stillzeit und bei Kindern erhöhte Vorsicht bei der Verwendung und Dosierung von (Heil-)Pflanzen geboten ist.

Bei gesundheitlichen Beschwerden müssen diese unbedingt von einem Arzt überprüft werden. Erst nach einer ärztlichen Kontrolle kann eine unterstützende Behandlung der Beschwerden mit Heilpflanzen sinnvoll sein.

Solltest du Medikamente einnehmen, dann kläre bitte zuerst mit deinem Arzt oder Apotheker, ob du diese zusammen mit der Schlehe anwenden darfst.

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